Bären- trauben blätter im Überblick.
Arbutin, Gerbstoffe, Flavonoide, ätherisches Öl
Junge Blätter
Sommer bis Herbst
Husten, bei chronischen Durchfällen, Entgiftungs- und Heilmittel der Niere, vor allem aber der Blase
während der Schwangerschaft und Stillzeit ist die Pflanze zu meiden, eine längere Anwendung ist nicht anzuraten, spätestens nach 2 Wochen muss man den Gebrauch beenden (Gefahr von Leberschädigung)
Arctostaphylos uva-ursi D6 wird bei Reizblase und anderen Erkrankungen des Nieren- und Blasentraktes gegeben
Blätter in der Sonne trocknen und licht- und luftgeschützt aufbewahren.
Anwendungen
Bärentraube entfaltet antibakterielle Kräfte gegen unterschiedlichste Mikroorganismen, die dem Körper schaden können. Nicht nur in der Volksmedizin werden die getrockneten Blätter oder das Blätterpulver gegen entzündliche Erkrankungen der ableitenden Harnwege gegeben. Bärentraube ist in vielen Blasen- und Nierentees aus Apotheken ein wichtiger Bestandteil.
So wirkt sie bei Blasenentzündung und Nierenbeckenentzündung. Weniger bekannt ist die Mischung von Bärentraubenblättern, Petersilwurzeln und Spargelwurzeln in einem Tee gegen Blasensteine, vor allem aber auch zur Schmerzstillung, wenn die Steine sich bemerkbar machen.
Die Volksmedizin kennt im Bärentraubentee ein wichtiges Mittel für Bettnässer, die ihr Leiden einer zu schwache Blase verdanken. Sie schätzt ihn auch als Hustenmittel oder bei Durchfall, der bereits lange anhält. Zur Entgiftung der Niere ist der Tee die erste Wahl. Die Bärentraube kräftigt die Schleimhäute der Nieren und Harnwege, auch chronische Blasenkatarrhe werden besser. Insgesamt wird die Harnsäure reduziert und Schmerzen, die durch Harnsteine oder Harngrieß entstehen, werden gemildert. Besonderes Augenmerk soll der richtigen Zubereitung des Heilmittels geschenkt werden.Pulver wird durch Zerreiben der trockenen Blätter erzeugt. Man nimmt 1/2 TL pro Anwendung (3-mal am Tag 1 Tasse), übergießt es mit heißem (nicht kochendem) Wasser und lässte es 1/4 Stunde ziehen. Die Flüssigkeit wird getrunken, der Satz bleibt in der Tasse.
Rezepte mit dieser Pflanze
Richtige Zubereitung:
Durch einen Kaltansatz werden die wichtigen wirksamen Inhaltsstoffe ausgezogen, während die Gerbstoffe, die wegen der Magenbelastung und des unappetitlichen Aussehens nicht erwünscht sind, kaum aus dem Pflanzenmaterial extrahiert werden. Ein Kaltansatz wird folgendermassen hergestellt. Die Bärentraubenblätter werden mit kaltem Wasser übergossen und einige Stunden (zB über Nacht) bei Raumtemperatur stehen gelassen. Dann seiht man die Flüssigkeit ab, erwärmt und trinkt sie. Tee nur begrenzte Zeit einnehmen. Bärentraube-Tee:
Der Tee muss nicht gekocht werden, denn sein nieren- und blasenstärkender Wirkstoff, das Arbutin, löst sich auch im kalten Wasser. Man setzt 1 TL getrocknetes Kraut in 1 Tasse kaltem Wasser an und lässt es etwa 12 bis 24 Stunden ziehen. Erst dann trinken (eventuell leicht erwärmt). Die Tagesmenge sind 3 Tassen, der Tee ist also auf Vorrat, am Abend vorher, herzustellen. Das enthaltene Arbutin und Metyhlarbutin wird im Körper nicht verändert, sondern über die Nieren ausgeschieden. Im Harn allerdings spalten sich die desinfizierend wirkenden Stoffe ab und verändern einen krankhaften, braunen Harn in einen normalen, hellen, der wieder gesund riecht.
„Pflanzen sprechen leise. Wer hinhört, lernt viel.“
Behutsam herantasten.
Pflanzen sind keine schnellen Lösungen. Sie sind Begleiter. Bären- trauben blätter entfaltet sich vor allem dann, wenn du Raum dafür schaffst.



