Beifuß.

Beifuß gehört für mich zu den Pflanzen, die uns wieder in Beziehung zur Natur bringen.

26. April 2026

Beifuß

Beifuß im Überblick.

Wirkstoffe

ätherisches ÖL, Bitterstoffe, Inulin, Vitamin A,B,C, Gerbstoffe, Thujon

Heilwirksame Pflanzenteile

Blätter und Wurzeln

Für Sammlerinnen

Blätter vor der Blüte (Juni) und Wurzel im Herbst

Wirkung

ist die Ausleitung, harn- und schweißtreibend, verdauungsfördernd, appetitanregend und bringt auch das Menstruationsblut ins Fließen. Er regt über die Hypophyse den Eisprung an und wirkt darum fruchtbarkeitsfördernd (zb nach Absetzen der Pille nicht spontan zum Wiedereinsetzen des Monatszyklus kommt).
Sonstige Wirkung:
Blähungen, Mundgeruch, Übelkeit, Blasenentzündung, Wechseljahrsbeschwerden, Durchfall, Gallenschwäche, Hämorrhoiden, kalte Füsse, kalte Hände, Muskelkater, müde Beine, Unruhe, Verdauungsschwäche, Durchblutungsstörungen

Verträglichkeit

Eine Allergie ist möglich. Innerlich nicht in der Schwanger-schaft und bei Neigung zu starken Monats-blutungen anwenden.

Konservieren und Aufbewahren

Für Tee die Blattrispen, für Kräutersalz oder Wein die Zweige mit möglichst vielen Blüten sammeln. Im Halbschatten trocknen. Abrebeln, in lichtgeschützten Gefäßen verwahren. Die Wurzeln trocknet man im Ofen

Anwendungen

Beifußtee vom Kraut wirkt bei Magenstörungen mit üblem Mundgeruch, Galle- und Leberleiden, Hämorrhoiden, Nervenkrankheiten und bei Menstruationskrämpfen. Dies kommt von den keim- und pilzhemmenden Inhaltsstoffen, die die Sekretion der großen Drüsen sanft anregen.
Magen, Darm und Galle profitieren davon. Bäder und dazu Tee oder Tinktur sind dann zu empfehlen, wenn man falsch angezogen war und der Unterleib zu viel Kälte abbekam, was sich manchmal als Blasenentzündung oder Eierstockentzündung festsetzt. Zwischen kalten Füßen und dem Unterleib besteht eine starke Verbindung.
Regelmäßige Fuß-, Sitzbäder und der innerliche Gebrauch sind dann hilfreich. Der Wurzelabsud oder die Tinktur von der Wurzel werden bei Epilepsie mit Erfolg angewendet. Zur Behandlung von Wunden zerstößt man Beifußblätter, drückt den Saft heraus und benetzt damit die Wunde. Man kann diesen Saft auch teelöffelweise trinken.

„Eine Pflanze richtig kennenlernen heißt, Geduld mitzubringen.“

Ein guter Einstieg.

Du musst nicht alles auf einmal anwenden. Schon ein Tee, ein Aufstrich oder eine Salbe genügen, um Beifuß im Alltag erlebbar zu machen.