Zistrose im Überblick.
Polyphenole (Gerbsäuren, Farbstoffe), Ladanum (Harz), ätherische Öle: Borneol, Zineol, Eugenol, Limonen; Inuline viel Vitamin C und E
kleine Zweige, Blätter, Blüten und Harz
Spätfrühling bis Sommer
antiallergisch, entgiftend, pilzhemmend, antibakteriell, entzündungshemmend
Im lichten Halbschatten trocknen. In Papiersäcken lagern.
Anwendungen
Die keimtötende, aber auch antivirale Wirkung ist so sprichwörtlich, dass es zu vielen begeisterten Berichten bei Zeckenbiss und anschließender Borreliose kam. Kleinere Studien bei Tieren ergaben, dass die Tiere wesentlich weniger Zeckenbefall hatten, wenn sie mit Cistus gefüttert worden waren. Dasselbe berichteten ihre Halter auch von sich selbst. In der Volksheilkunde gilt die Zistrose als Grippemittel und Lebensverlängerer. Als Bestandteil von Tees und Duftessenzen ist sie seit Jahrhunderten in Gebrauch. Sie wird auch als Heilkraft für Wunden erwähnt. Bei Hauterkrankungen und zur Verschönerung wird auf die Pflanze mit den höchsten Polyphenolwerten gerne zurückgegriffen. Sie präsentiert sich als gute Vorsorge gegen Krankheitserreger und gegen jene Entzündungsherde im Körper, die für schlaffe Haut und Falten verantwortlich sind. Die Polyphenole sind "Radikalfänger", die für die Entstehung vieler Krankheiten bis hin zum Krebs verantwortlich sind. Cistus kann dabei helfen, Schwermetalle, Umweltgifte und Tabakrückstände aus dem Körper auszuleiten. Teegenuss ist bei Akne, als Schutz für den Magen- und Darmbereich und zum Aufbau des Immunsystems bei allen entzündlichen Prozessen angezeigt. Der Zellstoffwechsel und die Darmflora werden unterstützt, ein Einfluss auf die Knochendichte vermutet. Mit dem starken Tee bei Entzündungen des Mund- und Rachenraumes (zB eitrigen Mandeln) mehrmals täglich gurgeln, dies schafft Erleichterung und tötet die Bakterien. Spülungen nützen auch Zahnfleisch und Zähnen. Ein starker Absud ist außerdem ein wunderbares Deodorant für Achselhöhlen und Schweißfüße. Gute Erfahrungen wurden bei Neurodermitis gemacht, man verwendet den Tee äußerlich für Waschungen, aber trinkt ihn auch regelmäßig. Zistrose kann äußerlich auch schon bei kleinen Kindern angewendet werden. zB bei Windeldermatitis. Mit Sitzbädern unterstützt man die Heilung verschiedener Pilzerkrankungen im Genitalbereich.
Rezepte mit dieser Pflanze
Zistrose-Tee:
Abkochung zum Gurgeln und für Waschungen: 2 geh TL Zweige mit 1/4 l Wasser zustellen und 5 Minuten kochen lassen. Danach 10 Minuten ziehen lassen und abfiltern. (Im Kühlschrank aufbewahren). 1 TL Blüten/Blätter mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 5 Min ziehen lassen (zieht er länger, ist der Tee bitter), abfiltern und trinken.
„Die Natur arbeitet selten laut, aber immer präzise.“
Ein guter Einstieg.
Du musst nicht alles auf einmal anwenden. Schon ein Tee, ein Aufstrich oder eine Salbe genügen, um Zistrose im Alltag erlebbar zu machen.



