Zitrone.

Zitrone gehört für mich zu den Pflanzen, die uns wieder in Beziehung zur Natur bringen.

8. September 2025

Zitrone

Zitrone im Überblick.

Wirkstoffe

ätherische Öle mit Limonen, Citral, Cumarine, Pektine, Flavonoide, Fruchtsäuren, Vitamine C, B, K, Karotin, Mineralstoffe

Heilwirksame Pflanzenteile

Blüten, Früchte

Für Sammlerinnen

Herbst und Frühwinter

Wirkung

antiseptisch, verdauungsfördernd, reinigend

Konservieren und Aufbewahren

Die Schalen werden mitsamt den weißen Innenteilen in der prallen Sonne getrocknet und in Stoffsäckchen aufbewahrt. Bei Raumtemperatur halten Zitronen etwa 1 Woche, im Obstfach des Kühlschranks kann die Lagerzeit bis zu 1 Monat betragen, dabei entsteht kaum Qualitätsverlust. Frischer Zitronensaft eignet sich zum Einfrieren und ist etwa 1 Jahr haltbar.

Anwendungen

Nicht nur die Menge der enthaltenen Vitamine und die Verfügbarkeit während des ganzen Jahres machen Zitronen so wichtig für uns. Im weißen Flesich, direkt unter der Schale und in den Zwischenhäuten befinden sich Mengen der Bioflavonoide, die unsere Zellen vor dem Eindringen der freien Radikalen schützen, die heute für Krebs und Herzinfarkt verantwortlich gemacht werden. Querzetin reduziert die Ausschüttung von Histaminen (für Allergiker und Asthmatiker interessant), eine vorbeugende Wirkung gegen den grauen Star wird vermutet, der Augeninnendruck bei grünem Star reduziert. Zitruspektin stärkt die Bauchspeicheldrüse. Limonen schließlich erhöht die Aktivität der Entgiftungsenzyme, die mithelfen, Darmkrebs zu verhindern und hohe Blutfett-Werte günstig beeinflussen. Deshalb sind die ganzen, geschälten Früchte mitsamt der weißen Haut auch gesünder als der reine Saft. Täglich 1 Zitrone ist das Geheimrezept vieler Menschen, die den ganzen Winter nicht krank werden und jede Infektion abwehren. Traditionell hilft die Zitrone gegen Rheumatismus, Gicht, Arthritis, senkt die Neigung zu Blutergüssen, vermindert die Gefahr von Blutgerinnseln in Beinen und Lunge nach Operationen, stärkt die Wände der Blutgefäße, lindert in höheren Dosen Knochenschmerzen bei Knochenerkrankungen und schützt die Leber vor Fetteinlagerungen bei Alkoholmissbrauch. Zitronensaft gehört zu den besten Hauptpflegemitteln, er verveinert die Haut und kann praktisch täglich anstatt einer Creme oder eines Gesichtswassers aufgetragen werden. Er reduziert Falten und deren Tiefe, heilt und normalisiert. Der ganze Körper profitiert davon. Mit dem Saft kann gegurgelt und gespült werden, wenn Zahnfleischerkrankungen vorliegen. Zitronenwasser regeneriert nach einem Sonnenbrand die Haut. Im Winter kann eine Zitroneninhalation den Bakterien den Garaus machen. Bei Frostbeulen, als antiseptisches und desinfizierendes Mittel, verwendet man das ätherische Bergamotte-Öl von Citrus bergamia. Es regt, 1:1 verdünnt mit Öl, äußerlich aufgetragen die Blutzirkulation an. Das ätherische Zitrusöl ist hochkonzentriert und kann sparsam gegen Schwangerschafts-Übelkeit und die Reisekrankheit eingesetzt werden. Verdampft oder zum Riechen verschafft es Linderung. In Tests tötet der Saft sogar Diphteriebazillen.

Rezepte mit dieser Pflanze

Besenreiser- und Krampfadern-Anwendung: Zitronenöl hat gefäßstärkende Eigenschaften, deshalb soll es in kleinen Mengen (ein paar Tropfen) jeder Hautcreme oder Körpermilch beigefügt werden, die man bei den betroffenen Stellen anwendet. Immer nur in kleinen Mengen zubereiten und die Besenreiser täglich damit betupfen. Auf 1 EL Creme oder Öl kommen 3-4 Tropfen Zitronenöl.

„Eine Pflanze richtig kennenlernen heißt, Geduld mitzubringen.“

Behutsam herantasten.

Pflanzen sind keine schnellen Lösungen. Sie sind Begleiter. Zitrone entfaltet sich vor allem dann, wenn du Raum dafür schaffst.