Sonnenhut im Überblick.
Heteroglykane, Echinacosid, Cichoriensäure, Flavonoide, Polysacharide, Inulin, ätherisches Öl, Zimtsäure
Blütenblätter, Blätter, Wurzeln
Blätter vor der Blüte, Wurzeln im Herbst
entzündungshemmend, aktivierend, Immunsystem anregend
Echinacea angustifolia als Salbe oder D0 (Urtinktur) bis D3: Mehrere Tropfen mehrmals täglich als Penicillinersatz, zur Unterstützung der Chemotherapie, bei Erkältungskrankheiten, Hauterkrankungen und zur Unterstützung des Immunsystems verwenden. Bis D10 bei Vergiftungserscheinungen nach der Aufnahme von Tier- oder Pflanzengiften einnehmen. In der akuten Situation alle 5 Minuten 2-3 Tropfen auf die Lippen
Wurzeln und Blüten im Schatten trocknen, die aus dem Sonnenhut gewonnenen Essenz dunkel aufbewahren.
Anwendungen
Unsere Immunabwehr wird durch Umweltgifte, Umweltstress oder zu viel Sonnenlicht permanten beansprucht, hier hilft Sonnenhut. 2 Stunden nach jeder Mahlzeit wird 1 Woche lang Sonnenhut-Tee getrunken. Dann wird 1 Woche unterbrochen und so weiter. Die Einnahme über mindestens 2 Monate stärkt die Abwehrkräfte des Körpers beträchtlich. Bei der Behandlung von Arthritis, bei Entzündungen der Unterleibsorgane, als Blutreinigungsmittel und bei Virusinfekten ist Sonnenhut bereits vielfach aufgefallen. Seine positiven Auswirkungen bei Aids-Patienten werden untersucht. Wirksamer als getrocknetes Kraut/Wurzel ist die frische Pflanze, die aber nicht während des ganzen Jahres zur Verfügung steht. Die Essenz oder Tinktur aus den Pflanzenteilen wirkt bei allen entzündlichen Prozessen, egal ob es sich um die Lunge oder um die Entzündung anderer Bereiche des Körpers handelt. Entzündungen der Unterleibsorgane, Prostatitis, Abszessbildung, Eiterungen, Furunkel, grippaler Infekt oder chronische Gelenksentzündung sind Indikationen. Das gesamte Lymphsystem des Körpers wird durch die Inhaltsstoffe stimuliert, es kommt zu einer Stärkung des Immunsystems. Eine Salbengrundlage und die Tinktur ergeben eine gute Heilsalbe bei Verletzungen und Wunden aller Art, aber auch bei Hautschäden durch Sonneneinwirkung und Schuppenflechte, Kompressen und Umschläge mit der verdünnten Tinktur sind schmerzstillend. Bei den Pionieren, die Amerika besiedelten, erlangte die Pflanze Berühmtheit als Wundermittel gegen Schlangenbisse und bei der Heilung eiternder Wunden. Sonnenhut gehört zu jenen Pflanzen, denen man besondere Wirksamkeit nach Umweltkatastrophen nachsagt. Kleine, getrocknete Stückchen der Wurzel sollen längere Zeit im Mund getragen werden. Man kaut sie, schluckt nur den Saft. Dies soll die Ausscheidung giftiger Stoffe beschleunigen.
Rezepte mit dieser Pflanze
Sonnenhut-Heilsalbe:
auf je 90 g Lanolin kommen 10 g Tinktur oder Essenz. Die Tinktur unter ständigem Rühren in das geschmolzene Lanolin einarbeiten, bis eine geschmeidige Masse entsteht.
Sonnenhut-Tee:1 TL der gepulverten Wurzel wird mit 1 Tasse kochendem Wasser überbrüht und nach 10 Minuten abgeseiht.
„Die Natur arbeitet selten laut, aber immer präzise.“
Mein Zugang dazu.
Wenn du beginnst, dich mit Sonnenhut zu beschäftigen, lass dir Zeit. Pflanzenwissen entfaltet sich nicht in einem Nachmittag, sondern in vielen kleinen Begegnungen. Genau das macht es so kostbar.



