Salbei im Überblick.
Bitterstoffe, Gerbstofe, ätherisches Öl (Thujon), Harz, Gummi, Stärke, Eiweiß, Saponin, Säuren, Glykoside
Blätter
Juni bis August
auswurfsfördernd, entzündungshemmend, keimtötend, krampflösend, magenstärkend, menstruationsregulierend, schweißhemmend, blähungswidrig, galleanregend, wundheilend, durchfallhemmend, milchsekretionshemmend
Salvia officinalis D2 mehrmals täglich ein paar Tropfen zur Schweißhemmung.
Stängel mit Blättern in Büscheln an einem trockenen, schattigen Platz aufhängen, die Blätter in Papiersäckchen lagern.
Anwendungen
Regelmäßiges Gurgeln mit dem Tee begünstigt die Heilung von Halsentzündungen und verhilft zu festen Zähnen, allerdings soll die Flüssigkeit zumindest 5 Minuten im Mund bleiben. Die Gerbstoffe im Tee stärken gesunde und kranke Schleimhäute und machen es Erregern schwer, sich festzusetzen. Deshalb ist Gurgeln auch eine gute Möglichkeit, sich vorbeugend vor Ansteckung zu schützen, das ätherische Öl desinfiziert. Salbeiblätter, oft roh gekaut, reinigen, stärken und desinfizieren das Zahnfleisch, Zahnfleischschwund und Zahnfleischbluten lassen nach. Der Nebeneffekt von mindestens 3 gekauten Blättern täglich ist eine größere Widerstandskraft in Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr. Der Tee hilft bei Nieren- und Leberleiden, lästigem Nachtschweikß, übermäßigem Schwitzen an Händen und Füßen, Schmerzen und Lähmungen, die vom Rückenmark ausgehen. Der griechische Salbei (Salvia triloba oder fructicosa) der besonders auf den Inseln wächst und betörend nach Weihrauch duftet, enthält wenig bis gar kein Thujon.
Rezepte mit dieser Pflanze
Salbei-Tee:
2 TL werden mit 1/4 l kochendem Wasser übergossen. Mindestens 15 Minuten ziehen lassen. Bei Bedarf 1 Tasse trinken. Dies ist auch die Mischung für Gurgellösungen.
„Eine Pflanze richtig kennenlernen heißt, Geduld mitzubringen.“
Mein Zugang dazu.
Wenn du beginnst, dich mit Salbei zu beschäftigen, lass dir Zeit. Pflanzenwissen entfaltet sich nicht in einem Nachmittag, sondern in vielen kleinen Begegnungen. Genau das macht es so kostbar.



