Petersilie im Überblick.
Apiol, Appin, ätherisches Öl, fettes Öl, Flavonoide, Nicotinsäureamid, Vitamin C
Wurzel, Samen, Blätter
Wurzel im Herbst, Blätter im Sommer
wassertreibend, abtreibend, appetitanregend, krampflösend
Achtung: Genau bestimmen, da Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern besteht. Das aus den Samen gepresste Öl verursacht in höheren Dosen die starke Anregung der Uterusmuskulatur, man sollte es nicht ohne ärztliche Kontrolle verwenden, überhaupt verboten ist es während der Schwangerschaft. Das ätherische Öl mit dem Wirkstoff Apiol führt bei Überdosierung zur Abtreibung des Fötus.
Die frischen Wurzeln lagert man in einem frostfreien Gemüsekeller, man kann sie auch zerkleinern und bei höheren Temperaturen trocknen, sie vertragen bis 80 Grad. Die frischen Blätter kann man einfrieren oder ebenfalls trocknen.
Anwendungen
In der Volksheilkunde ist sie weniger ein Würz- als ein Heilkraut. Der Wurzel- oder Blättertee gilt als gutes Mittel bei Blasenerkrankungen, bei Wassersucht, Nierenbeschwerden und Blähungen. Bei einer Überfunktion der Schilddrüse griff man früher ebenso auf den Tee zurück wie bei anderen Stoffwechselleiden, bei Gicht und Rheuma. Heute verwendet man Petersilientee immer dann, wenn die Harnwege gründlich durchspült werden sollen und man die Harnausscheidung anregen will, zB bei Harnwegsinfekten oder bei Nierengrieß. Bei Blasenlähmung nimmt man starkes Petersilienwasser (Petersilie mit Wasser bedecken und 24 Stunden kalt ausziehen lassen) und träufelt pro Tasse 6 Tropfen Wacholderöl hinein. Das Gemisch trinken. Der frische Petersiliensaft aus der Wurzel wird manchmal mit dem frischen Karottensaft gemixt und ist vitaminreich. 10 Teelöffel Saft pro Tag wirken appetitanregend und erhöhen die Ausscheidungen. Zu Brei zerstoßene Blätter wirken sofort bei Zahnschmerzen, wenn man sie entweder direkt auf den schmerzenden Zahn gibt oder zu jenem Ohr streicht, auf dessen Seite sich der schmerzende Zahn befindet.
Rezepte mit dieser Pflanze
Petersilien-Tee:
1 TL Wurzel/Kraut in 1/4 l kaltem Wasser aufkochen un nach deiner kurzen Ziehzeit abseihen. 2 Tassen pro Tag sind ausreichend. Man kann aber auch mit kochendem Wasser aufgießen und etwa 1/2 Stunde ziehen lassen
Für eine Entwässerungskur im Frühling, mit der man gleichzeitig eine Durchspülungstherapie der Nieren und Harnwege verbinden will, trinkt man über 2 Wochen täglich 3 Tassen Tee. Nach jeder Tasse zusätzlich 1/2 Liter Wasser nachtrinken.
Der Absud von Blättern, vor allem aber der Samen, ist stark wassertreibend aber auch gebärmutteranregend, deshalb hat er eine gewisse Wirkung bei verzögerter Menstruation.
„Die Natur arbeitet selten laut, aber immer präzise.“
Ein guter Einstieg.
Du musst nicht alles auf einmal anwenden. Schon ein Tee, ein Aufstrich oder eine Salbe genügen, um Petersilie im Alltag erlebbar zu machen.



