Kardamom.

Kardamom ist für mich eine Pflanze mit eigenem Charakter. Sie braucht keine große Bühne, um zu wirken.

9. Februar 2026

Kardamom

Kardamom im Überblick.

Wirkstoffe

Ätherisches Öl mit Terpinylcetat und Cineol

Heilwirksame Pflanzenteile

Samen

Wirkung

antibakteriell, appetitanregend, verdauungsfördernd

Verträglichkeit

In der Schwangerschaft und Stillzeit eher nicht verwenden, wenn, dann in kleinen Mengen.

Anwendungen

Kardamom ist mit Ingwer und Galgant verwandt. Kardamom hat einen ausgleichenden Einfluss auf Magen und Darm. Er sorgt für gute Verdauung, beugt Blähungen vor und beruhigt den nervösen Magen. Das Kauen der kleinen Samen gibt frischen Atem, selbst eine Alkoholfahne verschwindet und auch die tiefe Stimme, die nach einer verrauchten und durchzechten Nacht manchmal auftritt, wird wieder normal. Besonders hilfreich ist der gekaute Kardamom nach dem Genuss von Knoblauch, er bindet die Ausdünstungen. Das reichlich enthaltene ätherische Öl ist für Bakterien und Pilze, die sich im Darmbereich angesiedelt haben, höchst unangenehm, eine zusätliche Wohltat sind die Steigerung der Magensaftsekretion und die Anregung des Galleflusses. Kardamom hat eine luststeigernde Kraft, er soll dabei helfen, die Abendaktivitäten ausgesprochen befriedigend zu gestalten. Will man noch schneller Wirkung spüren, so würzt man eine Tasse Kaffee mit einem TL Kardamom und trinkt dies.

Rezepte mit dieser Pflanze

Kardamom-Tee:
2 TL grob im Mörser zerstoßene Samen mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. 1 Tasse zu üppigen Mahlzeiten.

„Pflanzen sprechen leise. Wer hinhört, lernt viel.“

Mein Zugang dazu.

Wenn du beginnst, dich mit Kardamom zu beschäftigen, lass dir Zeit. Pflanzenwissen entfaltet sich nicht in einem Nachmittag, sondern in vielen kleinen Begegnungen. Genau das macht es so kostbar.