Waldmeister im Überblick.
Cumarin, fettes Öl, ätherisches Öl, Gerbstoff, Bitterstoff, Vitamin C, Asperulosid, Anthraglykosid
das blühende Kraut für den Tee, Kraut vor der Blüte für Bowle und Säfte
Blütezeit
anregend, herzstärkend, harntreibend, schweißtreibend, keimtötend, beruhigend, schlaffördernd, blutreinigend, leberstärkend, verdauungsfördernd, krampflösend
Die Urtinktur wird aus frischen Kraut bereitet und in Verdünnungen bei Gebärmutter- und Scheidenentzündung angewandt.
Das Kraut bündeln und an einem schattigen, aber sehr luftigen Ort trocknen. Bis zum Gebrauch staubfrei hängen lassen oder in Dosen, Gläser, Papiersäcke füllen.
Anwendungen
Waldmeister kann man gut in Wein ansetzen. Der Wein wirkt stärker als der Tee. Das gepulverte Kraut, in etwas Honig gemischt und teelöffelweise genommen, vertreibt Schwermut und Melancholie. Waldmeister macht ein frohes Herz und heilt vielerlei Altersleiden, heißt es in Kräuterrezepten. Deshalb wird er auch als Schlaftee für ältere Menschen, bei leichter Herzschwäche, Herzklopfen, Harnbeschwerden und Unterleibsproblemen eingesetzt. Ein Tässchen Tee kann Kopfschmerzen lindern, mehrere Tassen werden die Schmerzen aber verstärken. Der Tee aus dem Waldmeisterkraut dient zur Stärkung und Reinigung der Leber, wird aber auch bei Gelbsucht und Steinleiden sowie als Blutreinigungsmittel gebraucht.
Rezepte mit dieser Pflanze
Die Zubereitung ist einfach: Waldmeister-Tee:
1 TL Kraut wird mit 1/4 l kochendem Wasser übergossen und ist nach einer Ziehzeit von 5 Minuten gebrauchsfertig. 2-3 Tassen pro Tag sind bei den oben genannten Indikationen angebracht. Beim Waldmeister sollte man immer eher geringer als hoch dosieren.
„Heilkräuter sind kleine Lehrerinnen des Alltags.“
Ein guter Einstieg.
Du musst nicht alles auf einmal anwenden. Schon ein Tee, ein Aufstrich oder eine Salbe genügen, um Waldmeister im Alltag erlebbar zu machen.



