Rosmarin.

Rosmarin ist für mich eine Erinnerung daran, wie viel Wissen in unseren Wildkräutern steckt.

23. November 2025

Rosmarin

Rosmarin im Überblick.

Wirkstoffe

ätherisches Öl, Cineol, Borneol, Campher, Rosmarinsäure, Bitterstoffe, Flavonoide

Heilwirksame Pflanzenteile

Blätter

Für Sammlerinnen

vor und nach der Blüte

Wirkung

appetitanregend, kreislaufunterstützend, krampflösend, galletreibend, nervenstärkend, hautreizend, anregend

Konservieren und Aufbewahren

Abgestreifte Blätter auf Papier im Schatten trocknen und im Glas oder Papiersack lagern.

Anwendungen

Rosmarin zählt zu jenen Heilplfanzen, die den Kreislauf dort ankurbeln, wo er es nötig hat, und die sich sanft zurückhalten, wenn es keinen Mangel auszugleichen gilt. Die Teeanwendung ist besonders dann angebracht, wenn irgendeine Schwäche zu beheben ist: wenn man erschöpft ist, ohne organische Ursachen feststellen zu können, wenn die Gedächtnisleistung nachlässt, wenn die Nerven nicht mitspielen und Magen, Muskeln und Gelenke sich verkrampfen. Rosmarin macht widerstandsfähig gegen Belastungen von außen. Man nimmt den Tee oder größere Mengen als Würzkraut bei niederem Blutdruck, Appetitlosigkeit, bei nervösen Herzstörungen zur Verbesserung der Herzleistung, bei zu schwacher oder unregelmäßiger Menstruation und bei Altersbeschwerden. Die starke Abkochung oder das ätherische Duftöl ergeben kreislaufanregende Zusätze für das Badewasser. Das Vollbad soll ausschließlich am Morgen oder vor anstrengenden Tätigkeite, nicht vor dem Schlafengehen, genommen werden, man ist darauf putzmunter. 1 Handvoll Rosmarin wird mit 1 l Wasser aufgekocht, mindestens 1/2 Stunde stehen gelassen, abgeseiht und dem Badewasser beigefügt.

Rezepte mit dieser Pflanze

Rosmarin-Tee:
1 TL Rosmarinblätter wird mit 1/4 l kochendem Wasser übergossen und 10 Minuten stehen gelassen. Man trinkt 2 Tassen Tee pro Tag, besonders dann, wenn man rekonvaleszent ist und eine allgemeine Stärkung der Organe erwünscht ist. Rosmarin-Massageöl:
macht man aus 1 Teil ätherischem Öl und 25 Tteilen Oliven-, Weizenkeim- oder Avocadoöl. In den Haarboden einmassiert, regt es den Haarwuchs an, zur Massage verwendet, hilft es bei Muskel- und Gliederschmerzen, bei Kopfweh reibt man Stirn und Schläfen dünn ein.

„Heilkräuter sind kleine Lehrerinnen des Alltags.“

Mein Zugang dazu.

Wenn du beginnst, dich mit Rosmarin zu beschäftigen, lass dir Zeit. Pflanzenwissen entfaltet sich nicht in einem Nachmittag, sondern in vielen kleinen Begegnungen. Genau das macht es so kostbar.