Quendel im Überblick.
ätherische Öle, Thymol, Pinene, Carvacrol, Gerbstoffe, Flavonoide, Bitterstoffe, Vitamine, Mineralstoffe
das blühende Kraut
Juli bis September
auswurfsfördernd, antiseptisch, schweißtreibend, harntreibend
Die Blütenstängel abschneiden und auf Papier an einem luftigen Ort trocknen. In Glas- und Prozellangefäßen lagern.
Anwendungen
Dort, wo festsitzender Schleim gelöst werden soll, bei Husten und Bronchialleiden, bei Keuchhusten und Katarrhen der oberen Luftweg, ist Quendel angebracht. Quendel ist aber auch ein ausgesprochenes Frauenkraut und in der Volksmedizin bei den unterschiedlichsten Leiden gebräuchlich, vor allem zu Geburtsvorbereitung und bei schmerzhaften Wehen, Blutarmut, Wechseljahrsbeschwerden, Nervenleiden, Schlaflosigkeit, Flechten, Ausschlägen und die im Alter auftretenden melancholischen Zustände und Depressionen werden damit behandelt.Der alkoholische Auszug kann als Einreibung bei rheumatischen Beschwerden, Verstauchungen, Quetschungen und Kopfweh zum Einsatz kommen. Angequetschtes, frisches Kraut auflegen oder ein Umschlag aus dem starken Aufguss helfen bei frischen Wunden, blutunterlaufenen Stellen, Warzen und Geschwüren. Mit Honig und Essig vermischt und auf den Bauch gelegt, vertreibt dies Blähungen und Winde. Ist keine Zahncreme zur Hand, kann Quendel zum Gurgeln und für Mundspülungen verwendet werden und verleiht reinen Atem. Das Pulver ist ein Ersatz für die Zahncreme. Quendel hat weniger ätherische Öle als der Thymian, würzt milder, aber besonders ausdrucksstark. Quendel unterstützt die Verdauung. Das ätherische Öl ist ein natürliches Mittel zur Raumdesinfektion. Einige Tropfen gehören in die Duftschale, können aber auch stark verdünnt in eine Sprühflasche gegeben werden und so in betroffenen Ecken, Kühlschränke und auf Gegenstände des täglichen Gebrauchs gesprüht werden.
Rezepte mit dieser Pflanze
Quendel-Tee:
2 geh. TL Kraut werden mit 1/4 l kochendem Wasser übergossen und 10 Minuten lang ziehen gelassen. 3 Tassen pro Tag sind ausreichend.
Der Tee hilft besonders dann, wenn man sich mit einer schwer verdaulichen oder bereits schlechten Speise den Magen verdorben hat.
„Was uns wirklich nährt, wächst oft näher, als wir denken.“
Mein Zugang dazu.
Wenn du beginnst, dich mit Quendel zu beschäftigen, lass dir Zeit. Pflanzenwissen entfaltet sich nicht in einem Nachmittag, sondern in vielen kleinen Begegnungen. Genau das macht es so kostbar.



