Mönchspfeffer.

Was ich an Mönchspfeffer sehr mag, ist die Klarheit, mit der diese Pflanze ihre Wirkung mitbringt.

29. Dezember 2025

Mönchspfeffer

Mönchspfeffer im Überblick.

Wirkstoffe

ätherisches Öl (Limonen), Flavonoidglycoside (Castican, Orientin, Isovitexin), Iridoide (Agnusid, Aucubin), Fettsäuren, Bitterstoffe

Heilwirksame Pflanzenteile

Samen

Für Sammlerinnen

Oktober

Wirkung

hormonregulierend, milchtreibend, beruhigend. Mittlerweile wissenschaftlich erwiesen, dass er eine beruhigende Wirkung auf den Hormonhaushalt, vor allem bei Frauen hat. Er ist dafür verantwortlich, dass sich bei schwangeren Frauden das Wachstum der Brustdrüsen bei Schwangeren und die Milchsekretion in der Stillzeit einsetzt. Daneben unterdrückt es den Eisprung und hat somit schwangerschaftsverhütende Wirkung. Weiters hilft er gegen jede Art von Menstruations- und Wechseljahrsbeschwerden. Ist krampflösend und schmerzlindernd. Prämenstruelle Beschwerden, Kopfschmerzen, in der Schwangerschaft sollte er allerdings gemieden werden.

Homöopathie

Agnus castus stimuliert die Bildung weiblicher Hormone, bei Wechseljahrsbeschwerden, Milchmangel und Verstimmungen.

Konservieren und Aufbewahren

Jede der schwarzen Früchte hat vier Samen, die pfefferartig reichen. Man trocknet im Halbschatten und pulverisiert erst kurz vor Gebrauch. In Glasgefäßen aufbewahren.

Anwendungen

Mönchspfeffer oder Keuschlamm hat sich in den letzten Jahren zu einem ausgesprochenen Frauenkraut entwickelt, bei dem die Wirksamkeit vielfach wissenschaftlich untersucht und nachgewiesen ist. Heute schätzt man ihn als Lieferanten von Phytohormonen, die bei einem gestörten Hormongleichgewicht Erfolge bringen. Die Auszüge aus den Früchten sind bei der Behandlung von PMS und Wechseljahrsbeschwerden häufig im Einsatz. Durch Mönchspfeffer wird der Botenstoff Dopamin angeregt, die Ausschüttung anderer Enzyme zu normalisieren. Wer zB vor der Menstruation an Spannungsgefühlen in der Brust leidet, dem wird von Mönchspfeffer durch eine vermehrte Produktion von körpereigenem Prolaktin geholfen. Das milchbildende Prolaktin kann den Milchfluss stillender Frauen erhöhen. Wer sich ein Baby wünscht, wird vom Mönchspfeffer wahrscheinlich auch nicht enttäuscht, er erhöht die Fruchtbarkeit, vor allem, wenn eine Störung der Gelbkörperproduktion vorliegt. Bei Östrogenmangel oder nach dem Absetzen der Pille, wenn die Blutungen nicht mehr regelmäßig kommen, bei Zyklusstörungen und depressiven Verstimmungen, ist diese Pflanze ein Helfer. Der Tee aus den Samen ist nicht üblich, da sich die Wirkstoffe schlecht in Wasser lösen. Tinktur ansetzen und ein halbes Jahr täglich 15 Tropfen einnehmen.

„Die Natur arbeitet selten laut, aber immer präzise.“

Mein Zugang dazu.

Wenn du beginnst, dich mit Mönchspfeffer zu beschäftigen, lass dir Zeit. Pflanzenwissen entfaltet sich nicht in einem Nachmittag, sondern in vielen kleinen Begegnungen. Genau das macht es so kostbar.