Myrrhe im Überblick.
ätherisches Öl, Pinen, Elemen, Eugenol, Limonen, Harze, 50% Gummi, Schleimstoffe, Triterpensäure
das Harz
in den Tropen
zusammenziehend, antibakteriell, desinfizierend
Wenn die Rinde des Baumes verletzt wird (oft aber auch ohne Einritzen), tritt aus den Sekretgängen eine gelbliches Harz und wird eine braune harte Masse. Dies ist der wichtige Teil der Myrrhe, das Gummiharz, aus dem ätherischen Öl und Tinkturen gewonnen werden.
Anwendungen
Myrrhe ist vor allem für Räucherungen beliebt. Ein Heilmittel gegen alle Ansteckung, aber auch eine kultische, gebrauchte Pflanze, die die bösen Geister (der Krankheit) vertrieb. Heute verwendet man sie als Räucherharz und als Tinktur. Myrrhetinktur desinfiziert die Schleimhäute des Mund- und Rachenraumes und zieht sie zusammen. Man betupft damit die Druckstellen, zB einer Prothese, oder verdünnt zu einem Gurgelwasser bei Schleimhautentzündungen im Mundbereich. Erkältungssymptome, Halsschmerzen, aber auch eine Herpesinfektion kann man damit behandeln. Dem entzündungshemmenden Einfluss der Inhaltsstoffe ist wohl die mittelalterliche Anwendung bei entzündlichen Darmerkrankungen zu verdanken, die heute wieder manchmal auflebt. Im Oman spricht man von lebensverlängernden Eigenschaften und zwar sowohl durch Kauen des Harzes, als auch durch häufige Räucherungen des Wohnumfeldes.
„Was uns wirklich nährt, wächst oft näher, als wir denken.“
Behutsam herantasten.
Pflanzen sind keine schnellen Lösungen. Sie sind Begleiter. Myrrhe entfaltet sich vor allem dann, wenn du Raum dafür schaffst.



