Mariendistel im Überblick.
Silibinin, Silydianin, Silychristin, Flavonoide, Histamin, Eiweiß, fettes Öl, ätherisches Öl
junge Blätter, Samen
Juni bis September
krampflösend, galletreibend, regeneriernd, leberschützend, keimtötend, blutdrucksteigernd, zusammenziehend, beruhigend, Schutzwirkung für die Leber (zB durch Vergiftungen der Leber, Verfettung, beschleunigt auch die Regernation der Leberzellen)
Carduus marianus bis D2 wird bei Leber- und Gallenbeschwerden, Rheuma, Ischias und Venenentzündungen gegeben.
Man schneidet, kurz bevor die Samen reif sind, die Köpfchen ab, lässt sie in der Sonne trocknen und schüttelt die Samen heraus. Man siebt sie, um sie von etwaigen Fremdkörpern zu befreien, durch, quetscht die Samen mit dem Nudelwalker etwas an und lässt weitertrocknen. Gelagert wird in Säckchen
Anwendungen
Die Leber besteht aus lauter kleinen Minilaboratorien (Leberläppchen), die Schwerarbeit leisten. In der Leber werden Nahrungsstoffe zerlegt, Nährstoffe herausgefiltert, Enzyme und Vitamine gebaut und gespeichert (damit der Stoffwechsel überhaupt funktioniert), Kohlenhydrate in Fett umgewandelt, Galle gebildet, damit Fett verdaut werden kann, das Blut entgiftet und die schädlichen Stoffe so umgewandelt, dass sie über die Nieren ausgeschieden werden können. Die alten Ärzte hatten recht, wenn sie die Leber als Sitz des Lebens betrachteten. Die Leber gehört zwar zu unseren robustesten Organen, denn es müssen bereits mehr als die Hälfte der Leberzellen zugrunde gegangen sein, ehe man eine Erkrankung merkt, aber unser Jahrhundert rückt ihr im wahrsten Sinn des Wortes zu Leibe. Gifte und Viren sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Umweltschadstoffe, zu einseitige und schlechte Ernährung oder "Fabrik"-Nahrung, zu viel Alkohol, zu viel Nikotin, zu viel Medikamente, machen ihr das Leben schwer. Auch Mariendistel kann nicht mehr helfen, wenn die Schäden bereits zu groß sind, aber sie ist bei akuten Vergiftungen und Leberentzündungen ein Mittel der Wahl. Die Inhaltsstoffe aus Mariendisteln sind bei allen Leberschäden angebracht, auch bei Leberzirrhose. Hier das breite Wirkungsspektrum: Fettleber, Gallenstauungen bis zur Gallenblasenentzündung, bei hellem Stuhl, Milzleiden, Stauungen in den Beinen vor allem Krampfadern und Hämorrhoiden. Auch wenn keine Symptome vorliegen, kann man eine oder zwei jährliche Mariendistelkuren durchführen, es gibt keine Nebenwirkungen. Wer regelmäßig zwischen Mitternacht und 2 oder 3 Uhr morgens (Leberfunktionszeit) aufwacht, dem sollte das ein Signal sein für eine Mariendistel-Anwendung. Nach durchzechten Nächten mit viel Alkohol und Zigaretten sollte man am nächsten Tag Mariendisteltee trinken, er unterstützt die Entgiftung. Weiter Leberpflanzen sind: Benediktendistel, Fenchel und Erdrauch, alle passen zur Mariendistel. Kombinieren sollte man auch mit dem frischen Pflanzensaft der Artischoke.
Rezepte mit dieser Pflanze
Mariendistel-Tee:
Man zerstößt 2 Teelöffel Samen, übergießt mit 1/4 l kaltem Wasser, lässt kurz ziehen und kocht danach auf. Man kann auch mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ausziehen lassen. Von beiden Bereitungsarten trinkt man 3 Tassen pro tag, morgens, mittags und abends nach dem Essen. Der Tee ist etwas fettig.
„Eine Pflanze richtig kennenlernen heißt, Geduld mitzubringen.“
Behutsam herantasten.
Pflanzen sind keine schnellen Lösungen. Sie sind Begleiter. Mariendistel entfaltet sich vor allem dann, wenn du Raum dafür schaffst.



