Majoran im Überblick.
Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherisches Öl, fettes Öl, Kampfer, Borneol
ganzes Kraut
Mai bis Oktober
blähungstreibend, verdauungsfördernd, appetitanregend, hustenstillend
Origanum wird bei Sexualstörungen verordnet.
Die Pflanzen bündeln und über Kopf aufgehängt im lichten Schatten trocknen. Nach der Trocknung zerreiben und luftdicht verschlossen aufbewahren, dann gibt es keinen Aromaverlust
Anwendungen
In der Heilkunde nimmt man den Tee bei leichten Magenbeschwerden oder auch bei Blähungen und vor allem für alte oder rekonvaleszente Menschen und Kinder, die keinen Appetit haben. Majorantee gilt aber auch als sanfter Entspanner, wenn die Nerven nicht mehr mitspielen, er klärt den Kopf nach langem Lernen oder anstrengenden Verhandlungen. Dass Kindern, die leiber auf etwas deuten, als das dazugehörige Wort aussprechen, durch einen täglichen Schluck Majorantee auf die Sprünge geholfen wird, ist im Volk überliefert. Majorantee ist auch bei unstillbarem Husten einen Versuch wert und kommt in Gespräch als ein wirksamer Helfer bei Heuschnupfen. Aus dem Majoran kann man eine wunderbare Blähungssalbe für Säuglinge und Kinder herstellen. Bei Bauchschmerzen wird Babys der Bauch damit sanft eingerieben. Diese Salbe ist auch bei Schnupfen gebräuchlich. Ätherisches Majoranöl (Oleum majorance) ist ein gutes Mittel bei Kopfschmerzen, man reibt ein paar Tropfen auf die Schläfen.
Rezepte mit dieser Pflanze
Majoran-Tee:
2 TL getrockneten oder frischen Majoran mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen, abdecken und 1/4 Stunde ziehen lassen. Man trinkt am Morgen und abends je 1 Tasse.
„Pflanzen sprechen leise. Wer hinhört, lernt viel.“
Mein Zugang dazu.
Wenn du beginnst, dich mit Majoran zu beschäftigen, lass dir Zeit. Pflanzenwissen entfaltet sich nicht in einem Nachmittag, sondern in vielen kleinen Begegnungen. Genau das macht es so kostbar.



