Inhaltsstoffe
Inulin, Schleimstoffe, ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Sitosterin
Pflanzenteile
Wurzel, junge Blätter und Stängel
Für Sammlerinnen
Wurzel im Herbst des ersten oder im Frühjahr des zweiten Jahres. Die Klette wächst gern an sonnigen Wegrändern und auf Schuttplätzen.
Besonderheiten
Die Große Klette ist eine kräftige, zweijährige Pflanze mit riesigen, herzförmigen Blättern und purpurroten Blütenköpfchen. Deren Hüllblätter tragen feine Häkchen, mit denen sie sich an Fell und Kleidung festhalten. Genau dieses Prinzip inspirierte die Erfindung des Klettverschlusses.
Konservieren und Aufbewahren
Die Wurzeln reinigen, in Scheiben schneiden, in der Sonne trocknen und in Glasbehältern lagern.
Anwendungen
Die Klettenwurzel hat in der Volksheilkunde eine jahrhundertealte Tradition. In Japan ist sie unter dem Namen „Gobo“ ein beliebtes Wurzelgemüse mit leicht süßlich-erdigem Geschmack. In der Naturkosmetik ist Klettenwurzelöl seit Generationen ein klassisches Haarpflegeöl.
Rezepte mit dieser Pflanze
Gebratene Klettenwurzel:
1 Klettenwurzel schälen, in feine Streifen schneiden und kurz in Wasser mit einem Schuss Essig legen. Mit 1 Karotte in Streifen in etwas Öl anbraten, mit Sojasauce und einer Prise Zucker ablöschen und mit geröstetem Sesam bestreuen.
Klettenwurzel-Haarspülung:
2 EL getrocknete, zerkleinerte Wurzel in 1/2 l Wasser 10 Minuten köcheln, abseihen und auskühlen lassen. Nach der Haarwäsche über Haar und Kopfhaut gießen und an der Luft trocknen lassen.
Spirituelle Bedeutung
Die Klette hält sich fest an allem, was vorbeikommt, und ist so zum Sinnbild für Anhänglichkeit und Treue geworden. Ihre tiefe Wurzel steht für Erdung und Standfestigkeit. Im Volksglauben galt sie als Schutzpflanze für Haus und Stall.
„Die Natur arbeitet selten laut, aber immer präzise.“
Ein guter Einstieg.
Du musst nicht alles auf einmal ausprobieren. Schon ein Tee oder ein einfaches Rezept genügt, um die Klette im Alltag erlebbar zu machen.



