Kamille.

Kamille gehört für mich zu den Pflanzen, die uns wieder in Beziehung zur Natur bringen.

15. Februar 2026

Kamille

Kamille im Überblick.

Wirkstoffe

Chamazulen, ätherisches Öle, Bisabolol, Flavonoide, Oxycumarine, Bitterstoffe, Schleimstoffe, Magnesium

Heilwirksame Pflanzenteile

Blütenköpfe und Kraut

Für Sammlerinnen

Juni bis August

Wirkung

entzündungshemmend, wundheilend, krampflösend, antiseptisch, schmerzlindernd, beruhigend, magenstärkend, menstruationsregulierend

Verträglichkeit

Wer auf manche Korbblütler wie zB Beifuß, Schafgarbe, Tagetes, Arnika etc allergisch reagiert, sollte Tee aus den Kamillenblüten vorerst in kleinen Mengen auskprobieren. Die Hinweise, dass es zu einer Kreuzreaktion kommt - immerhin ist auch Kamille ein Korbblütler - sind zwar sehr gering, aber Vorsicht ist natürlich anzuraten.

Homöopathie

Chamomilla D30, 1/2 stündlich 2 Stunden lang (danach 3-mal täglich 5 Globuli) bei Kinderkrankheiten wie Unruhe, Koliken, Kopf- undd Ohrenschmerzen, Zahnschmerzen, saurem Aufstoßen und schwallartigem Erbrechen. Chamomilla D2 bis D6 als Mittel bei Überempfindlichkeit aller Art, auch bei Zahnschmerzen, Kopfweh, Glieder- und Muskelschmerzen und Schmerzen im Magen-Darm-Trakt, mehrmals täglich 10 Tropfen

Konservieren und Aufbewahren

Blütenköpfe auf einem Tuch im Schatten trocknen und in Glasbehältern lagern

Anwendungen

Kamillentee wirkt beruhigend und kräftigend nach schweren Krankheiten, er hilft bei Koliken, Blähungen, Bauchweh, Erkältungen und reinigt Leber und Nieren. Man stellte fest, dass Giftstoffe, wie sie von manchen Bakertien erzeugt werden, durch die Kamille unschädlich gemacht werden. Kein Wunder also, dass die Kamille schon seit Jahrhunderten dazu dient, bakterielle Infektionskrankheiten zu behandeln. Das Frauenmittel ist gleichzeitig auch ein Kraut der Kinder. Aus ihr wird einer der ersten Kräutertess, die sie bekommen dürfen, hergestellt. Da die Kamille auch zu den wunderbaren Wundheilmitteln zählt, ist sie eine Pflanze des Wochenbetts und vorher, in der Schwangerschaft, beruhigt sie Nerven, Magen und Darm.

Rezepte mit dieser Pflanze

Kamillentee:
2 TL Kamillenblüten mit 1/4 kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ausziehen lassen. 2 Tassen pro Tag sind ausreichend. Kamille ist eine Magnesiumplfanze. Wer Magnesiummangel hat bzw bei wem die Magnesiumaufnahme im Körper gestört ist, hat mit dieser Einschleuserpflanze eine biologische Formel gefunden, dem Organismus die Magnesiumresorption zu erleichtern. Das ätherische Kamillenöl, das man fertig kaufen kann, ist ein Ersatz für den Tee. Man pinselt damit entzündete Stellen in der Mundregion und an Wunden ein oder stellt ein Gurgelwasser her. Schon kliene Mengen genügen. Entzündungen werden gemildert, Wunden verheilen schneller und problemloser. Mann kann natürlich immer auch den Aufguss für die äußerliche Anwendung herstellen. Gurgeln damit lindert zB Halsschmerzen. Der Tee eignet sich für Waschungen bei unreiner Haut und für Fußbädern (mit einigen Tropfen Kamillenöl und etwas Salz). Kamillendämpfe helfen bei entzündlichen Erkrankungen der Luftweg, vor allem auch bei chronischem Schnupfen. Dazu macht man ein Dampfbad. Man übergießt 1 Handvoll Kamillenblüten mit 1 l kochendem Wasser und inhaliert die Kamillendämpfe. Hervorragendes Mittel bei entzündeten Hämorrhoiden. Die in Olivenöl ausgezogenen Blütenköpfchen werden zu einem Kamillenöl, das sich als Einreibung bei Asthma, Husten und den Gliedern bewährt. Gegen Augenschmerzen und Bindehautentzündung kocht man Kamillen in Milch und macht warme Umschläge über die Augenpartie.

„Eine Pflanze richtig kennenlernen heißt, Geduld mitzubringen.“

Mein Zugang dazu.

Wenn du beginnst, dich mit Kamille zu beschäftigen, lass dir Zeit. Pflanzenwissen entfaltet sich nicht in einem Nachmittag, sondern in vielen kleinen Begegnungen. Genau das macht es so kostbar.