Löwenzahn im Überblick.
Taraxacin, Taraxanhin, Laevulin, Carotinoide, Cholin, Stärke, Saponine, Wachs, Eiweiß, Zucker, Inulin, Vitamine, Kieselsäure, Spurenelemente, vor allem Magnesium, Kalzium und Eisen
Blätter, Röhren, Blüten und Wurzel
Kraut immer, Wurzel im Frühjahr und Herbst
gallebildend, gallenflussfördernd, nierenanregend, leberstärkend, stoffwechselanregend, antirheumatisch, Fasten Symptome wie Kopfschmerzen sowie Nachwirkungen eines übermässigen Alkoholgenusses lindern. Wirkt bei Bluthochdruck, Husten, Verstopfung und Probleme mit der Galle. Durchblutung wird angeregt. Unterstützt den Abtransport von Stoffwechselschlacken, die sich im Bindegewebe eingelagert haben und zu Krankheiten wie Rheuma oder Gicht beitragen. Löwenzahn-Kur kann auch die Anregung der Gallensaftsekretion anregen auch die Bildung oder der Vergrößerung von bereits vorhandenen Gallensteinen entgegen wirken. Völlegefühl, Blähungen und Verdauungsprobleme werden gelindert. Harntreibende Wirkung, wirkt stärkend auf geschwächte Menschen, ist auch appetitanregend und antriebssteigernd.
Taraxacum D0 bis D3 bei Leber- und Nierenleiden, Lustlosigkeit und Ermüdung, Galle- und Magenbeschwerden 3-mail täglich bis 10 Tropfen.
Blätter werden auf Papier gelegt und im Schatten getrocknet. Die Wurzel reinigt man von der anhaftenden Erde, teilt sie in kleine Teile, fädelt diese auf Spagat und hängt sie zum Trocknen an einen luftigen, aber schattigen Platz oder trocknet im Backrohr bei ca 50 Grad. Getrennt in Glasgefäßen aufbewahren und vor Feuchtigkeit schützen
Anwendungen
Löwenzahn-Kur: im Frühjahr bringt den ganzen Organismus in Schwung. Alle Ablagerungen durch das schwer verdauliche Winteressen werden aus dem Körper gespült. Reich an Mineralstoffen, Vitaminen und Enzymen, wirkt der Löwenzahn belebend auf alle Körperfunktionen. Eine reine Löwenzahnkur, über 4 Wochen hinweg durchgeführt, ist ein Verjüngungsmittel für Bindegewebe, Leber und Niere. Man trinkt 2 Tassen Tee pro Tag oder nimmt 2 Esslöffel frisch gepressten Saft. Diese Kur wirkt auch der Neubildung von Gallensteinen entgegen. (Es gibt Tee, Löwenzahnwurzelextrakt, Löwenzahnfrischpflanzensaft oder Löwenzahnblattpulver) Der selbst gepresste Pflanzensaft gehört zu den effektvollsten Anregern des Gallenflusses. Der übersäuerte Organismus kann aufatmen, denn die Frühjahrskur mit Löwenzahn befreit von unnötigem Ballast. Man merkt es an zunehmender Festigkeit des Zahnfleisches, am Haarwachstum (Haarausfall), das einen Schub bekommt. Eine Saftkur ist für alle Menschen, die ein Knochenleiden haben, ausgesprochen positiv. Löwenzahn ist ein Zellkommunikator für Kalzium. Bei einer gestörten Kalziumaufnahme ist also Löwenzahn vermehrt zu verwenden. Getrocknete Wurzel als Abkochung (Tee) wirkt bei Wassersucht, Milzleiden, Leberleiden, Alterserscheinungen, Blutkrankheiten, Fettsucht, Gicht und Rheuma. Die Tinktur aus der Wurzel kann bei Galle- und Leberbeschwerden zum Einsatz kommen und ist verdauungsfördernd.
Rezepte mit dieser Pflanze
Löwenzahn-Saft:
2 Handvoll junge Löwenzahnblätter in den Entsafter geben. Für eine höhere Ausbeute 2-3 Karotten mit entsaften. Über 4 Wochen täglich trinken, bei empfindlichen Magen besser nach dem Essen.
Löwenzahn-Tee:
1-2 TL zerkleinerten Wurzel und/oder Kraut in 1/4 l kaltem Wasser zustellen, aufkochen lassen, nach 1/4 Stunde Ziehzeit abseihen. 3 Tassen täglich sind ausreichend.
Eine Reinigungskur für den Körper ist auch die Teemischung aus frischen Brennnessel- und Löwenzahnblättern.
Löwenzahn-Brennnessel-Tee:
2 TL Blättermischung mit 1/4 l siedendem Wasser übergießen. 10 Minuten ziehen lassen, 3-mal täglich trinken.
„Eine Pflanze richtig kennenlernen heißt, Geduld mitzubringen.“
Mein Zugang dazu.
Wenn du beginnst, dich mit Löwenzahn zu beschäftigen, lass dir Zeit. Pflanzenwissen entfaltet sich nicht in einem Nachmittag, sondern in vielen kleinen Begegnungen. Genau das macht es so kostbar.



