Hanf im Überblick.
Cannabinoide, THC, Alkaloide, Eiweiße, Zucker, Fettsäuren, Pigmente, ätherische Öle
weibliche Blüten, Samen, Blätter, frische Triebe
August, September und Oktober
wirkt beruhigend, muskelentspannend, appetitsteigernd, schmerzhemmend, antibiotisch, blutdrucksenkend, stimulierend, antiepileptisch, brechreizhemmend, Augeninnendruck senkend, Bronchien erweiternd
Cannabis indica bei Impotenz, sexueller Schwäche, Nervenleiden und Asthma. Cannabis sativa bei Erkrankungen der Atemwege und der Blase
Die frischen Triebe klein schneiden, im tiefen Schatten oder im Backrohr bei nicht mehr als 40 Grad trocknen und in luftdichten Dosen oder dunklen Gläsern aufbewahren. Hanf ist licht- und luftempfindlich, er nimmt Gerüche und Gesechmack von Plastik oder Gummi an, diese Materialien vermeiden.
Anwendungen
Cannabis ist als Rauschgift verpönt und fällt unter das Betäubungsmittelgesetz. Wäre Hanf aber offiziell zugelassen, hätte man eines der wirksamsten Arzneimittel, das man sich vorstellen kann. Bei Krebspatienten verhindert der Inhaltsstoff THC (Tetrahydrocannabinol) die Nebenwirkungen einer Chemotherapie, wie quälende Übelkeit und Erbrechen, und es ist eines der wenigen nebenwirkungsfreien, aber effektiven Mittel gegen den grünen Star (Glaukom). Natürlich hat Hanf auch seine schwarzen Seiten. In hohen Dosen wirkt das THC auf die Gedächtnisleistung und verursacht unkoordinierte Bewegungsabläufe und eingeschränkte Reaktionen, außerdem Blutdruckabfall und Herzklopfen. In niedriger Dosis ist er ein Segen, er senkt das Fieber, behandelt sanft den grünen Star, hemmtt Entzündungen, lindert Kopfschmerzen und Migräne, beeinflusst chronische Schmerzen, lässt Krämpfe verschwinden, auch Muskelkrämpfe und hilft gegen Verstimmungen aller Art. Hanföl ist ein gutes Mittel zur Pflege von hässlichen Narben, aber auch ein Hautöl bei Neurodermitis, bei Herpes und anderen entzündlichen Hauterkrankungen. Neurodermitis wird offenbar durch ein Mangel an essenziellen Fettsäuren mitverursacht. Hanföl oder der Verzehr von Hanfsamen hat hier eine gute Wirkung.
„Die Natur arbeitet selten laut, aber immer präzise.“
Mein Zugang dazu.
Wenn du beginnst, dich mit Hanf zu beschäftigen, lass dir Zeit. Pflanzenwissen entfaltet sich nicht in einem Nachmittag, sondern in vielen kleinen Begegnungen. Genau das macht es so kostbar.



