Chili im Überblick.
Alkaloid Capsaicin, Farbstoffe, ätherische Öle, Minderalstoffe, Flavonoide, Vitamine A,C und E
Früchte
ab August
wirkt durchblutungsfördernd, schmerzstillend, entzündungshemmend, stoffwechselanregend
Anwendungen
Die Scharfstoffe regen tief liegende Gewebeschichten an und die Durchblutung ganzer Körperteile wird verstärkt. Das ist von Vorteil, wenn man Rheuma oder Muskelschmerzen hat. Eine weitere Indikation sind Muskelkrämpfe, die manchmal wie aus dem Nichts auftauchen, oder Sehnenscheidenentzündung. Bei steifem Nacken, Schulterverspannungen und rheumatischen Beschwerden bereitet man eine Salbe aus Chilipulver oder macht Umschläge. Die Nervenenden reagieren nämlich nach dem ersten Schock mit einer verminderten Schmerzweitergabe, dafür tritt eine Erwärmung des behandelten Köperteiles ein. Chili-Öl besteht aus getrockneten Chilis in Pflanzenöl, beides wird miteinander erhitzt.
Rezepte mit dieser Pflanze
Chili-Salbe:
Für eine Salbe werden vorerst eine Tinktur und ein Ölauszug bereitet. 1 TL Chilipulver mit 1/4 l hochprozentigem Alkohol ansetzen. 2 Wochen in der Wärme stehen lassen und täglich mehrmals schütteln. Dann durch einen Kaffeefilter laufen lassen.
Für den Ölauszug 1 TL Chilipulver mit 1/4 l kalt gepresstem Olivenöl übergießen, ebenfalls 2 Wochen stehen lassen, täglich schütteln und durch einen Filter laufen lassen. Das Öl in einem Topf erhitzen, es soll heiß werden, darf aber nicht rauchen, etwa 50 g reines Bienenwachs unter ständigem Rühren darin auflösen. Ist das Wachs aufgelöst, die Masse vom Feuer nehmen und abkühlen lassen. Tropfenweise Alkoholtinktur einrühren, solange die Creme sie aufnimmt.
Bei Muskel- und Rheumaschmerzen verwenden, außerdem als Pflaster bei Sehnenscheideentzündung.
„Heilkräuter sind kleine Lehrerinnen des Alltags.“
Behutsam herantasten.
Pflanzen sind keine schnellen Lösungen. Sie sind Begleiter. Chili entfaltet sich vor allem dann, wenn du Raum dafür schaffst.



