Inhaltsstoffe
Glykoside, Mineralstoffe, Kalisalze, Bitterstoffe, Gerbstoffe (Tannin)
Pflanzenteile
Wurzel
Für Sammlerinnen
Wurzel im Spätsommer des ersten Jahres
Besonderheiten
Die Wilde Karde ist eine zweijährige Pflanze, die bis zu zwei Meter hoch werden kann. Ihre eiförmigen, stacheligen Blütenköpfe blühen in hellvioletten Ringen – oft beginnend in der Mitte und nach oben und unten fortschreitend. Die gegenüberliegenden Blätter wachsen am Stängel zu kleinen Becken zusammen, in denen sich Regenwasser sammelt. Mit der verwandten Weberkarde hat man früher Wollstoffe aufgeraut.
Konservieren und Aufbewahren
Die Wurzel tief ausgraben und waschen. In kleine Stücke teilen, auf eine Schnur auffädeln und im Halbschatten trocknen. In Papiersäckchen oder Gläsern verstauen.
Anwendungen
Die Karde hat in der Volksheilkunde eine lange Tradition, vor allem ihre Wurzel. Heute ist sie auch als Gartenpflanze beliebt: Die getrockneten Blütenköpfe sind eine wunderschöne Dekoration für Trockensträuße, und im Winter picken Stieglitze gern die Samen heraus.
Rezepte mit dieser Pflanze
Kardenwurzel-Tee:
2 TL getrocknete Wurzel mit 1/4 l kaltem Wasser aufsetzen, aufkochen und etwa 10 Minuten ziehen lassen. Schmeckt herb-bitter.
Trockenstrauß:
Die Blütenköpfe nach der Blüte mit langem Stängel abschneiden, kopfüber an einem luftigen Ort trocknen und mit Gräsern, Schafgarbe oder Strohblumen zu einem natürlichen Strauß binden.
Spirituelle Bedeutung
Die Wilde Karde sammelt in ihren Blattachseln Regenwasser, das man früher Venusbecken nannte und als Schönheitswasser schätzte. Sie steht für Schutz durch ihre Stacheln und für Ausdauer. In der Symbolik verbindet sie Wehrhaftigkeit mit Anmut.
„Kräuter sind kleine Lehrerinnen des Alltags.“
Behutsam herantasten.
Pflanzen sind keine schnellen Lösungen. Sie sind Begleiter. Die Wilde Karde entfaltet sich vor allem dann, wenn du Raum dafür schaffst.



