Nachtkerze.

Nachtkerze ist für mich eine Pflanze mit eigenem Charakter. Sie braucht keine große Bühne, um zu wirken.

21. Dezember 2025

Nachtkerze

Nachtkerze im Überblick.

Wirkstoffe

Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren, Linolsäure, Ölsäure

Heilwirksame Pflanzenteile

Wurzel, Blätter, Samen

Für Sammlerinnen

Herbst des ersten Jahres

Wirkung

beruhigend, stoffwechselanregend, hautwirksam

Verträglichkeit

Epileptiker sollten es nicht verwenden.

Homöopathie

Oenothera biennis gibt es in Form von Essenz, Tinktur und flüssiger Verdünnung, man verwendet die Pflanze bei Durchfallerkrankungen

Konservieren und Aufbewahren

Die Wurzeln und Blätter verwendet man frisch, man kann sie aber auch in der Sonne trocknen, dabei die Wurzel in Teile teilen. In Papiersäckchen aufbewahren. Die Samen werden zu Öl gepresst. Die Ausbeute ist sehr gering

Anwendungen

Nordamerikanische Indiander verwendeten Wuzrelbrei und Wurzeltee bei Hauterkrankungen, den Tee aus den Blättern bei Durchfall und Krämpfen. Die Volksmedizin kennt inzwischen auch die Teeanwendungen bei Erkältungen und Husten. Der medizinisch wirksamste Teil ist in den Samen enthalten. Der hohe Anteil an Gamma-Linolsäure bewirkt bei Neurodermitispatienten häufig eine Besserung ihres Leidens. Nachtkerzenöl kann man im privaten Haushalt nicht selbst herstellen, man bezieht es aus der Apotheke. Man nimmt es innerlich vor allem bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis, aber auch bei erhöhtem Cholesterinspiegel, als begleitende Behandlung von Multipler Sklerose, bei Altersdiabetes, Problemen der Wechseljahre oder PMS. Gerade bei Neurodermitis ist das Nachtkerzenöl fast unverzichtbar, die Therapie damit bringt eine deutliche Besserung des Hautbildes, die Ekzeme gehen zurück. Neueren Datums ist die ebenfalls erfolgreiche innerliche Einnahme durch hyperaktive Kinder. Die Hyperaktivität dieser rastlosen kleinen Menschen, die ständig in Bewegung sind, geht zurück, dies führt man auf die bessere Versorgung mit essenziellen Fettsäuren zurück. Insgesamt erhöht Nachtkerzenöl die Immunabwehr des Körpers und es wird eine gewisse Leberschutzwirkung vermutet, bemerkbar macht sich das zB nach Alkoholmissbrauch. Die tägliche Dosis beträgt 2-4 g. Gegenindikationen gibt es nicht. Bei Epileptikern rät man von der Anwendung ab.

Rezepte mit dieser Pflanze

Nachtkerzentee:
1 TL getrocknetes Kraut und Wurzeln mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen, 1/4 Stunde ausziehen lassen und abseihen. Mehrere Tassen pro Tag trinken.

„Pflanzen sprechen leise. Wer hinhört, lernt viel.“

Ein guter Einstieg.

Du musst nicht alles auf einmal anwenden. Schon ein Tee, ein Aufstrich oder eine Salbe genügen, um Nachtkerze im Alltag erlebbar zu machen.