Holunder Quelle: Kräuterzauber im Überblick.
Rutin, ätherisches Öl, Gerbstoff, Schleim, Cholin, Saponin, Säuren, Harz, Zucker, Glykoside, Flavonoide, Vitamine, Mineralien
Blüten, Blätter, Früchte, Rinde, Wurzel
Blätter vor und nach der Blüte, Beeren, wenn sie schwarz sind, Rinde im Frühjahr, Wurzel im Frühjahr oder Herbst
Große Bedeutung wird dem Holunder bei der Aktivierung der körpereigenen Abwehrkräfte zugeschrieben. Man verwendet die Blüten als Tee zum Schwitzen und gegen Infektionskrankheiten, als Blutreinigungsmittel bei Hautunreinheiten und schlechtem Körpergeruch. Bei Rheuma und Gicht benutzt man die Blüten, aus den Blättern und der Rinde wird Tee hergestellt. Die Beeren werden in der Volksmedizin bei Ischias- und Nervenschmerzen eingesetzt. Beeren und Saft wirken antioxidativ und stärken das Immunsystem. Holunder ist der Kraftbaum, der Energie spendet. Der Saft der Beeren ist ein bewährtes Mittel gegen Erkältungskrankheiten.
Sambucus nigra D0 bis D6 wird Kindern zur Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte gegeben, bei Schnupfen und bei Asthma. Mehrmals täglich bis zu 10 Tropfen, je nach Alter des Kindes
Die Blütenstände zu Büscheln binden, aufhängen und im Schatten trocknen, anschließend abklopfen und die Blüten in einem Glasgefäß aufbewahren.
Anwendungen
Unser Immunsystem wehrt in jeder Stunde viele Angriffe von außen und innen (zB Schadstoffe in der Nahrung) ab. Meistens spüren wir gar nichts davon. Erst wenn uns eine Infektion nach der anderen erwischt, merken wir, dass etwas nicht stimmt, dass unser Immunsystem wohl doch nicht ganz auf der Höhe ist. Hier ist der Holunder eine wirksame Hilfe zur Vorbeugung. Alles an ihm sei Medizin. Holunder reinigt Nieren und Magen und ist besonders Menschen zu empfehlen, die viel sitzen müssen und zur Fettleibigkeit neigen. Er ist ein Baum für diese Gesellschaft und macht es einem mit seinen vielen Anwendungsmöglichkeiten leicht, ihn häufig zu verwenden.
Rindentee:
1/2 TL Rinde mit 1/4 l kaltem Wasser zustellen und aufkochen lassen. Etwas ziehen lassen und abseihen. Bei akuten Beschwerden bis zu 2 Tassen über den Tag verteilt trinken. Blättertee: 1 TL getrocknete Blätter mit 1/4 l kochendem Wasser überbrühen, 8 Minuten ziehen lassen. 1 Tasse über den Tag verteilt trinken.
Rezepte mit dieser Pflanze
Heilsalbe gegen Hämorrhoiden:
3 Teile grüne Blätter, 4 Teile Schweineschmalz, 2 Teile Nierenfett werden mit den Blättern schonend so lange erhitzt, bis die Blätter ihre Farbe verlieren. Dies dauert, je nach Hitzeeinwirkung zwischen 5 und 10 Minuten. Durch ein Leinentuch seihen, abkühlen. Die Salbe ist auch für Frostbeulen, Wunden und Prellungen zu empfehlen.
Holunderblüten-Wasser:
Holunderblüten-Wasser bereitet man, indem man 2 Handvoll Holunderblüten mit 1/2 l kochendem Wasser übergießt. Die Blüten bleiben 12 Stunden im Wasser liegen, das filtriert und in Flaschen abgefüllt wird. Kühl lagern. Das Blütenwasser trägt man auf die Augenpartie, auf Hals, Schultern und Dekolleté auf, um die Haut weich und glatt zu machen. Es ist aber auch ein Heilgetränk für die Milz.
„Heilkräuter sind kleine Lehrerinnen des Alltags.“
Mein Zugang dazu.
Wenn du beginnst, dich mit Holunder Quelle: Kräuterzauber zu beschäftigen, lass dir Zeit. Pflanzenwissen entfaltet sich nicht in einem Nachmittag, sondern in vielen kleinen Begegnungen. Genau das macht es so kostbar.



